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Rückblick 2. Nachwuchssymposium der DGSP in Saarbrücken

Vor zwei Wochen fand das 2. Nachwuchssymposium des Wissenschaftsrates der Deutschen Geselleschaft für Sportmedizin (DGSP) am Institut für Sport- und Präventivmedizin statt. Neben fachlichen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten möchte die Veranstaltung insbesondere die Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland fördern. Die DGSP hat das Symposium in einem kurzen Video zusammengefasst. Das 3. Nachwuchssympoisum wird 2021 an der Universität Tübingen stattfinden.

 

 

 

Dr. Robert McCunn wird mit Eduard-Martin Preis ausgezeichnet

Wie schützt man sensible Gesundheitsdaten? Wie haften Bakterien auf Oberflächen? Lässt sich das Verletzungsrisiko im Profifußball mit einfachen Tests vorhersagen? Dies sind einige der Fragen, denen die Nachwuchsforscherinnen und -forscher an der Universität des Saarlandes auf den Grund gegangen sind: Am Mittwoch, dem 16. Oktober, zeichnet die Universitätsgesellschaft des Saarlandes elf Doktorandinnen und Doktoranden aller Fakultäten für herausragende Arbeit mit Eduard-Martin-Preisen aus. Die Verleihung findet ab 18 Uhr im Rahmen des Semesterauftakts für Promovierende im Graduate Center auf dem Campus (C9 3) statt.

Robert McCunn wiederum hat seine Doktorarbeit in der Sportmedizin bei Professor Tim Meyer geschrieben, der seit 2001 Mannschaftsarzt der deutschen Fußball-Nationalelf ist.
McCunns Forschung über die Vorhersage von Verletzungen kann im Profifußball wertvolle Trainingszeit sparen und Trainerinnen und Trainer vor Irrwegen bewahren. Konkret geht es um Bewegungstests, die das Verletzungsrisiko von Spielerinnen und Spielern voraussagen sollen. Hierauf stimmen Trainerinnen und Trainer heute oft ihr Training ab, etwa indem sie Spielergruppen mit hohem und niedrigem Risiko bilden. Dies – so hat der gebürtige Schotte jetzt gezeigt – können sie sich eigentlich sparen. „Meinen Studien zufolge lässt sich nicht fundiert vorhersagen, wer wahrscheinlich eine Verletzung erleidet oder nicht. Vielmehr sollten Trainerinnen und Trainer zum jetzigen Zeitpunkt universelle Programme zur Verhütung von Verletzungen vorziehen“, erläutert McCunn, der jetzt in Australien als angewandter Sportwissenschaftler für den „Brisbane Broncos Rugby League Club“ arbeitet. Für seine Forschung testete McCunn über 300 semiprofessionelle Fußballerinnen und Fußballer in der Vorsaison mit einem so genannten Bewegungsscreening: Dabei wird anhand objektiver und subjektiver Kriterien beurteilt, wie gut sie Übungen wie Hocken, Stürzen, Springen oder Landen ausführen. Während der Wettkampfsaison wertete er dann ihren Verletzungsstatus aus.

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    Neuer Masterstudiengang zum internationalen Spitzensport an der Saar-Uni (Pressemitteilung der Universität)

    Einen neuen konsekutiven Masterstudiengang rund um den internationalen Hochleistungssport bietet die Universität des Saarlandes ab dem Wintersemester 2018/19 an. Der englischsprachige Studiengang „High-Performance Sport“ schließt nach vier Semestern mit einem Master of Science ab. An Sportwissenschaftler, die sich wissenschaftlich mit dem Spitzensport in all seinen Facetten auseinandersetzen möchten und dabei neben theoretischen auch praktische Kompetenzen erwerben wollen, wendet sich der Masterstudiengang „High-Performance Sport“ an der Universität des Saarlandes: Wie sehen die Trainingsmethoden im internationalen Hochleistungssport aus, und wie läuft die Leistungsdiagnostik ab? Welche sportmedizinischen und -psychologischen Aspekte gilt es dabei zu beachten? Welche Strukturen existieren im internationalen Spitzensport, und wie werden Talentförderung und eine wirksame Doping-Prävention betrieben? – Diese und andere Themen des internationalen Hochleistungssports behandelt das englischsprachige Masterprogramm, das das Sportwissenschaftliche Institut gemeinsam mit dem Institut für Sport- und Präventivmedizin der Saar-Uni anbietet. Das forschungsorientierte Studium richtet sich an Bachelorabsolventen der Sportwissenschaft und verwandter Fächer (die vollständige Pressemitteilung lesen Sie hier). Weitere Infos finden Sie hier oder auf der Webseite des Studiengangs: master-high-performance-sport.de. (Zum download des Flyers klicken Sie bitte auf das Bild)

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    Schädel-Hirn-Trauma im Sport

    Ein Schlag gegen den Kopf, ein Stoß gegen den Körper, das Gehirn stößt gegen den Schädel und kommt zu Schaden. Ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma (SHT) kann die Folge sein. Häufig werden die Folgen unterschätzt und ziehen falsche oder gar keine Therapien nach sich. Gerade im Sport stellt ein SHT ein hohes Risiko dar. Um die Sicherheit der Sporttreibenden zu gewährleisten, hat das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) sich der Forschung von leichten SHT im Sport verpflichtet. Unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Claus Reinsberger (Sportmedizin Uni Paderborn) hat das Institut in den vergengenen Jahren an der Expertise Schädel-Hirn-Verletzungen im deutschen Spitzensport mitgewirkt, dessen Ergebnisse nun unter bisp-sht.de durch das BISp veröffentlicht wurden.

     

    Infektionen und Leistungssport

    Das Institut für Sport- und Präventivmedizin macht es sich gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Homburg zur Aufgabe, für leistungssportlich aktive Personen und solche, die mit deren medizinischer Betreuung befasst sind, die jeweils aktuelle weltweite Infektionssituation auf der Website "Infektionen und Leistungssport" aufzubereiten. Die Aufbereitung erfolgt dabei mit Bezug auf die im Leistungssport wesentlichen Aspekte, z. B. typische Trainings- und Wettkampfszenarien oder die Wahl von Trainingslagern. Das Ziel ist es, im Vorfeld von Auslandsaufenthalten zuverlässige Informationen zu liefern, so dass die Planung des Aufenthaltes samt vorbeugender Impfungen, sicherer Verhaltensweise und hygienischer Maßnahmen erleichtert wird. Darüber hinaus werden allgemeine, aber ebenfalls sportgerechte Informationen zu relevanten Tropen- und sonstigen Infektionskrankheiten, Länderinformationen und Links zu interessanten Websites und Publikationen geboten. Schließlich gibt es eine Rubrik, in der aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichungen zum Thema „Infektionen und Sport“ aufgegriffen werden. Für aktuelle Informationen folgen sie bitte dem Link und beachten sie unsere regelmäßigen Veröffentlichungen auf der Facebook Seite des Instituts

     

    Plötzlicher Tod und Herzstillstand im Fußball: FIFA Register

    Die FIFA (Fédération Internationale de Football Association) startete im Januar 2014 offiziell ein weltweites Register, das prospektiv plötzliche Todesfälle im Fußball erfasst. 

    Der plötzliche Tod bei augenscheinlich ‚gesunden‘ und leistungsfähigen Sportlern ist ein seltenes, tragisches Ereignis, das – gerade bei Spitzenathleten –  vermehrte mediale Aufmerksamkeit nach sich zieht. Statistisch gesehen erhöht Wettkampfsport das Risiko eines plötzlichen Herztodes um das 3- bis 4-fache, da extreme körperliche Belastung einen Trigger für gefährliche Herzrhythmusstörungen bei Menschen mit verborgenen kardiovaskulären Erkrankungen darstellt. Regelmäßiger sportlicher Aktivität ist jedoch selbst unter Berücksichtigung der vorübergehenden ‚Mehrgefährdung‘ während der sportlichen Aktivität in der Summe eine schützende Wirkung zuzuschreiben. 

    Ziel dieses Registers ist es, die tatsächliche Größenordnung plötzlicher Todesfälle beim Fußball und deren Ursachen möglichst genau zu erfassen. So können bestehende Screening- und Präventionsmaßnahmen verbessert bzw. ergänzt werden, um eine Abnahme tragischer Einzelfälle zu erreichen. Für weitere Informationen folgen sie bitte dem Link.

     

    Plötzlicher Tod und Herzstillstand in Deutschland: SCD Register Deutschland

    Der plötzliche Herztod bei augenscheinlich ‚gesunden‘ und leistungsfähigen Sportlern ist ein seltenes, tragisches Ereignis, das – gerade bei Spitzenathleten – vermehrte mediale Aufmerksamkeit nach sich zieht und oftmals die Unbedenklichkeit des Sports in Frage stellt. Statistisch gesehen erhöht Wettkampfsport das Risiko eines plötzlichen Herztodes um den Faktor 2,8, da extreme körperliche Belastung einen Trigger für gefährliche Herzrhythmusstörungen bei Menschen mit verborgenen kardiovaskulären Erkrankungen darstellt. Ungewohnt hohe Belastungsintensitäten erhöhen das relative Risiko eines plötzlichen Herztodes vor allem bei Freizeitsportlern mit schlechtem Trainingszustand bzw. Wiedereinsteigern um ein Vielfaches. Regelmäßiger sportlicher Aktivität ist jedoch selbst unter Berücksichtigung der vorübergehenden ‚Mehrgefährdung‘ während der sportlichen Aktivität in der Summe eine schützende Wirkung zuzuschreiben. 

    Ziel dieses Registers (SCD-Deutschland) ist es, die tatsächliche Größenordnung plötzlicher Todesfälle sowie überlebter Herztodesfälle beim Sport und deren Ursachen möglichst genau zu erfassen. So können bestehende Screening- und Präventionsmaßnahmen verbessert bzw. ergänzt werden, um eine Abnahme tragischer Einzelfälle zu erreichen.

    Wenn sie an näheren Informationen zum Projekt interessiert sind oder einen Fall melden möchten klicken sie bitte hier.

     

    "Im Einzelfall sehr genau prüfen." Prof. Tim Meyer zum Thema Defibrillatoren im Sport
    Medizinisches Wunder, (un)kalkulierbares Risiko, günstige Kondition? Die Geschichte von Daniel Engelbrecht (24) hat viele Schlagzeilen produziert. Als erster deutscher Fußballprofi absolvierte der Spieler der Stuttgarter Kickers am Samstag ein Spiel mit eingebautem Defibrillator. Eine individuelle Erfolgsgeschichte? Eine Geschichte, die anderen Betroffenen Hoffnungen machen kann? Darüber spricht Nationalmannschaftsarzt Prof. Dr. Tim Meyer; das detaillierte Interview finden sie unter DFB.de.