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Neuigkeiten

 

Neuer Masterstudiengang zum internationalen Spitzensport an der Saar-Uni (Pressemitteilung der Universität)

Einen neuen konsekutiven Masterstudiengang rund um den internationalen Hochleistungssport bietet die Universität des Saarlandes ab dem Wintersemester 2018/19 an. Der englischsprachige Studiengang „High-Performance Sport“ schließt nach vier Semestern mit einem Master of Science ab. An Sportwissenschaftler, die sich wissenschaftlich mit dem Spitzensport in all seinen Facetten auseinandersetzen möchten und dabei neben theoretischen auch praktische Kompetenzen erwerben wollen, wendet sich der Masterstudiengang „High-Performance Sport“ an der Universität des Saarlandes: Wie sehen die Trainingsmethoden im internationalen Hochleistungssport aus, und wie läuft die Leistungsdiagnostik ab? Welche sportmedizinischen und -psychologischen Aspekte gilt es dabei zu beachten? Welche Strukturen existieren im internationalen Spitzensport, und wie werden Talentförderung und eine wirksame Doping-Prävention betrieben? – Diese und andere Themen des internationalen Hochleistungssports behandelt das englischsprachige Masterprogramm, das das Sportwissenschaftliche Institut gemeinsam mit dem Institut für Sport- und Präventivmedizin der Saar-Uni anbietet. Das forschungsorientierte Studium richtet sich an Bachelorabsolventen der Sportwissenschaft und verwandter Fächer (die vollständige Pressemitteilung lesen Sie hier). Weitere Infos finden Sie hier oder auf der Webseite des Studiengangs: master-high-performance-sport.de

 

Wieviel Wissenschaft steckt im modernen Profifußball? 

Rund 150 Gäste interessierten sich am Mittwoch, 18. April 2018 um 19 Uhr für den Vortrag von Prof. Tim Meyer, Mannschaftsarzt der Deutschen Fußballnationalmannschaft, zum Thema "Fußball-WM 2018: Wie viel Wissenschaft steckt im modernen Profifußball?“. Auch wenn die Zahl akademisch ausgebildeter Personen im Umfeld des modernen Profifußballs eindeutig zugenommen hat, heißt dies nicht automatisch, dass wissenschaftliche Erkenntnisse in angemessener Weise berücksichtigt werden. Zu viele verschiedene kommerzielle und individuelle Interessen sowie unterschiedliche Traditionen und Realitäten des Fußballbetriebs verhindern oft, dass aktuelle Studienergebnissen unmittelbar umgesetzt werden. Als Mannschaftsarzt des Fußballnationalteams und Vorsitzender der Medizinischen Kommission des Deutschen Fußball-Bundes hat Tim Meyer zum einen die Perspektive des „Praktikers“. Er gibt aber auch als Wissenschaftler dem Fußball wichtige Impulse, sowohl in seiner Funktion als Chefredakteur der einzigen internationalen wissenschaftlichen Zeitschrift über Fußball (Science and Medicine in Football) als auch als Leiter des internationalen PhD-Programmes „Science and Health in Football“ am Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes. Insofern kann Tim Meyer aus eigener Erfahrung anhand vieler Beispiele darüber berichten, wo es trotz aller Modernisierungsbemühungen weiterhin Verwerfungen zwischen Wissenschaft und Praxis gibt. Neben den Gesundheitsrisiken für Profi-Fußballer beschrieb er auf einer Folie auch das Herzinfarktrisiko für die WM-Fernsehzuschauer. Im Vorfeld seines Vortrags bei der Universitätsgesellschaft wurde er vom SR-Radio sowie dem Aktuellen Bericht interviewt; weiterhin hat die Saarbrücker Zeitung heute einen Bericht dazu veröffentlicht.

 

Schädel-Hirn-Trauma im Sport

Ein Schlag gegen den Kopf, ein Stoß gegen den Körper, das Gehirn stößt gegen den Schädel und kommt zu Schaden. Ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma (SHT) kann die Folge sein. Häufig werden die Folgen unterschätzt und ziehen falsche oder gar keine Therapien nach sich. Gerade im Sport stellt ein SHT ein hohes Risiko dar. Um die Sicherheit der Sporttreibenden zu gewährleisten, hat das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) sich der Forschung von leichten SHT im Sport verpflichtet. Unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Claus Reinsberger (Sportmedizin Uni Paderborn) hat das Institut in den vergengenen Jahren an der Expertise Schädel-Hirn-Verletzungen im deutschen Spitzensport mitgewirkt, dessen Ergebnisse nun unter bisp-sht.de durch das BISp veröffentlicht wurden.

 

Infektionen und Leistungssport

Das Institut für Sport- und Präventivmedizin macht es sich gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Homburg zur Aufgabe, für leistungssportlich aktive Personen und solche, die mit deren medizinischer Betreuung befasst sind, die jeweils aktuelle weltweite Infektionssituation auf der Website "Infektionen und Leistungssport" aufzubereiten. Die Aufbereitung erfolgt dabei mit Bezug auf die im Leistungssport wesentlichen Aspekte, z. B. typische Trainings- und Wettkampfszenarien oder die Wahl von Trainingslagern. Das Ziel ist es, im Vorfeld von Auslandsaufenthalten zuverlässige Informationen zu liefern, so dass die Planung des Aufenthaltes samt vorbeugender Impfungen, sicherer Verhaltensweise und hygienischer Maßnahmen erleichtert wird. Darüber hinaus werden allgemeine, aber ebenfalls sportgerechte Informationen zu relevanten Tropen- und sonstigen Infektionskrankheiten, Länderinformationen und Links zu interessanten Websites und Publikationen geboten. Schließlich gibt es eine Rubrik, in der aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichungen zum Thema „Infektionen und Sport“ aufgegriffen werden. Für aktuelle Informationen folgen sie bitte dem Link und beachten sie unsere regelmäßigen Veröffentlichungen auf der Facebook Seite des Instituts

 

Grippeimpfung im Leistungssport

Seit Herbst 2016 können sich Leistungssportler in unserer „Impftrain“-Studie kostenlos mit einem Grippeimpfstoff impfen lassen. Die Impfung ist bei allen Leistungssportlern sinnvoll, da Influenza häufig vorkommt, jeden befallen und akut zu einem erwähnenswerten Trainingsausfall führen kann. Zudem sind auch langfristige Komplikationen als Folge einer Influenza möglich (z. B. Herzmuskelentzündung). Eine wissenschaftliche Übersicht zu aktuellen Impfempfehlungen für Sportler wurde kürzlich von Frau Prof. Dr. Barbara Gärtner (Institut für Mikrobiologie und Hygiene, Uniklinik Homburg) und Herren Prof. Tim Meyer in einer renommierten Fachzeitschrift veröffentlich (link.springer.com).

Das Bundesinstitut für Sportwissenschaften (BISp) fördert das Projekt und hat kürzlich ein Video dazu veröffentlich:

Wenn sie Interesse an näheren Informationen oder an einer Studienteilnahme haben wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Tanja Stenger.

 

Plötzlicher Tod und Herzstillstand im Fußball: FIFA Register

Die FIFA (Fédération Internationale de Football Association) startete im Januar 2014 offiziell ein weltweites Register, das prospektiv plötzliche Todesfälle im Fußball erfasst. 

Der plötzliche Tod bei augenscheinlich ‚gesunden‘ und leistungsfähigen Sportlern ist ein seltenes, tragisches Ereignis, das – gerade bei Spitzenathleten –  vermehrte mediale Aufmerksamkeit nach sich zieht. Statistisch gesehen erhöht Wettkampfsport das Risiko eines plötzlichen Herztodes um das 3- bis 4-fache, da extreme körperliche Belastung einen Trigger für gefährliche Herzrhythmusstörungen bei Menschen mit verborgenen kardiovaskulären Erkrankungen darstellt. Regelmäßiger sportlicher Aktivität ist jedoch selbst unter Berücksichtigung der vorübergehenden ‚Mehrgefährdung‘ während der sportlichen Aktivität in der Summe eine schützende Wirkung zuzuschreiben. 

Ziel dieses Registers ist es, die tatsächliche Größenordnung plötzlicher Todesfälle beim Fußball und deren Ursachen möglichst genau zu erfassen. So können bestehende Screening- und Präventionsmaßnahmen verbessert bzw. ergänzt werden, um eine Abnahme tragischer Einzelfälle zu erreichen. Für weitere Informationen folgen sie bitte dem Link.

 

Plötzlicher Tod und Herzstillstand in Deutschland: SCD Register Deutschland

Der plötzliche Herztod bei augenscheinlich ‚gesunden‘ und leistungsfähigen Sportlern ist ein seltenes, tragisches Ereignis, das – gerade bei Spitzenathleten – vermehrte mediale Aufmerksamkeit nach sich zieht und oftmals die Unbedenklichkeit des Sports in Frage stellt. Statistisch gesehen erhöht Wettkampfsport das Risiko eines plötzlichen Herztodes um den Faktor 2,8, da extreme körperliche Belastung einen Trigger für gefährliche Herzrhythmusstörungen bei Menschen mit verborgenen kardiovaskulären Erkrankungen darstellt. Ungewohnt hohe Belastungsintensitäten erhöhen das relative Risiko eines plötzlichen Herztodes vor allem bei Freizeitsportlern mit schlechtem Trainingszustand bzw. Wiedereinsteigern um ein Vielfaches. Regelmäßiger sportlicher Aktivität ist jedoch selbst unter Berücksichtigung der vorübergehenden ‚Mehrgefährdung‘ während der sportlichen Aktivität in der Summe eine schützende Wirkung zuzuschreiben. 

Ziel dieses Registers (SCD-Deutschland) ist es, die tatsächliche Größenordnung plötzlicher Todesfälle sowie überlebter Herztodesfälle beim Sport und deren Ursachen möglichst genau zu erfassen. So können bestehende Screening- und Präventionsmaßnahmen verbessert bzw. ergänzt werden, um eine Abnahme tragischer Einzelfälle zu erreichen.

Wenn sie an näheren Informationen zum Projekt interessiert sind oder einen Fall melden möchten klicken sie bitte hier.

 

"Im Einzelfall sehr genau prüfen." Prof. Tim Meyer zum Thema Defibrillatoren im Sport
Medizinisches Wunder, (un)kalkulierbares Risiko, günstige Kondition? Die Geschichte von Daniel Engelbrecht (24) hat viele Schlagzeilen produziert. Als erster deutscher Fußballprofi absolvierte der Spieler der Stuttgarter Kickers am Samstag ein Spiel mit eingebautem Defibrillator. Eine individuelle Erfolgsgeschichte? Eine Geschichte, die anderen Betroffenen Hoffnungen machen kann? Darüber spricht Nationalmannschaftsarzt Prof. Dr. Tim Meyer; das detaillierte Interview finden sie unter DFB.de.